Monthly Archives: January 2013

allahabad : kumbh mela 2013

15.01.2013 / http://www.indienaktuell.de

Gestern startete die größte religiöse Massenveranstaltung der Welt. Turnusgemäß begann dieses Jahr in Allahabad die große Maha Kumbh Mela, die hier nur alle zwölf Jahre stattfindet. Erst zu Maha Shivaratri am 10. März 2013 wird das Fest wieder enden.

Für gläubige Hindus ist die Kumbh Mela die heiligste aller Pilgerreisen und Allahabad ein ganz besonderer Ort. Die Stadt am Zusammenfluss von Ganges und Yamuna, die beide im Hinduismus als heilige Flüsse gelten, trägt den Beinamen Tirth Raj, „König der Pilgerstätten“. 2013 ist diese ohnehin schon wichtige Pilgerstätte noch um eine weitere, seltene Attraktion reicher: die Maha Kumbh Mela, das „Fest des Kruges, der den Nektar der Unsterblichkeit birgt“, das größte Pilgerfest der Welt.

Die Legende erzählt, dass einst Götter und Dämonen den Nektar der Unsterblichkeit in einem Krug sammelten, aber dann um diesen Krug so heftig stritten, dass Tropfen des kostbaren Nektars verschüttet wurden. Allahabad ist einer der vier heiligen Orte Indiens, an denen einer dieser Tropfen zur Erde gefallen sein soll. Auch Nashik, Ujjain und Haridwar wird nachgesagt, dass der göttliche Nektar hier die Erde berührt hat. Bei der richtigen Sternenkonstellation alle zwölf Jahre manifestiert sich dieser Tropfen göttlichen Nektars wieder im Ganges, heißt es, und zu diesem Anlass wird die Kumbh Mela gefeiert.

Da Allahabad durch seine besondere Lage an zwei heiligen Flüssen Indiens noch eine zusätzliche wichtige Bedeutung hat, sieht es ganz so aus, als sollte diese Kumbh Mela die größte werden, die es je gab.

  • Während der 60 Tage, die die Kumbh Mela dauert, werden etwa 100 Millionen Menschen erwartet. Allein 10 Millionen waren gestern da, 30 Millionen werden zu Mauni Amawasya am 10. Februar erwartet.
  • Zusätzlich besuchen vermutlich eine Million Touristen aus dem Ausland das Event.
  • Das Gesamtbudget für die Kumbh Mela beträgt 12 Milliarden Rupien (ca. 164,7 Mio. Euro); das sind 2 Milliarden Rupien (ca. 27,5 Mio. Euro) mehr als bei der letzten Kumbh Mela im Jahr 2001.
  • Man erwartet etwa 120 Milliarden Rupien (ca. 1,65 Mio. Euro) an Steuereinnahmen und sonstigen Einkünften für den Bundesstaat Uttar Pradesh. Die Kumbh Mela wird mehr als 600.000 Menschen Arbeit geben.
  • 18 Ponton-Brücken und 35.000 Toiletten wurden für die Pilger gestellt.
  • 156 km solide Straßen und Wege wurden am Ufer des Flusses erbaut.
    571 km Wasserrohrleitungen und 800 km elektrischen Leitungen verlegt sowie 48 Umspannwerke im Mela-Areal errichtet.
  • 125 Verpflegungsshops und 4 Lagerhäuser wurden eröffnet, um die Pilger mit Getreide, Obst und Gemüse zu versorgen.
  • 2.500 religiöse und soziale Organisationen aus dem ganzen Land werden an der Kumbh Mela teilnehmen.
  • 30.000 Polizisten in 30 neuen Polizeistationen und 72 Kompanien paramilitärischer Kräfte wurden aufgestellt.
  • 120 Überwachungskameras wurden auf dem Festgelände und in der Stadt installiert.
  • 22 Ärzte und 120 Ambulanzen stehen rund um die Uhr im neuen 100-Betten-Krankenhaus in der Nähe des Festivalgeländes zur Verfügung.
  • Mehr als 50 Quadratkilometer umfasst das gesamte Festgelände; das ist fast doppelt so groß wie bei der letzten Kumbh Mela in Allahabad im Jahr 2001.
  • 12.000 Rupien (ca. 165 Euro) kostet die Miete pro Tag für die noblen Swiss Cottages, die UP-Tourism errichtet hat (Fertigbauhütten mit Holzboden, Speisezimmer, Schlafzimmer, Bad und Toilette). Die Luxus-Cottages von Cox and Kings sind für 15.000 Rupien (ca. 205 Euro) für drei Nächte zu haben.

Auch an Prominenten wird es nicht fehlen: Richard Gere, Michael Douglas und seine Frau Catherine Zeta Jones sowie der Dalai Lama haben ihren Besuch angekündigt.

Es werden digitale Karten des gesamten Festgeländes im Internet zur Verfügung gestellt, damit sich die Pilger schon im Voraus den Ort aussuchen können, an dem sie gerne in die heiligen Wasser eintauchen möchten – falls sie es denn schaffen, dorthin vorzudringen. Mit GPS-Systemen können die Pilger außerdem ihre Unterkünfte und Ashrams auf dem Gelände finden. Bei den Massen an Leuten, die erwartet werden, ist das sicherlich eine gute Idee. Mithilfe der Indian Space Research Organisation (ISRO) und dem Remote Sensing Application Centre soll mithilfe von Fotografien des gesamten Geländes die genaue Zahl der Besucher ermittelt werden.

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Design aus Indien

Was in Indien im Produktdesign geschieht, ist auf Fachmessen und in den Medien kaum ein Thema. Nun zeigt eine Ausstellung an der Triennale in Mailand, was in diesem Land in Bewegung ist.

Quelle: http://interiordesign.blog.nzz.ch/2013/01/09/design-aus-indien | NZZ 9. Januar 2010

Rita Imwinkelried

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Hängeleuchte «Singing Leaves» aus Bambus von Rajiv Jassal: Die Bambusblätter vibrieren leicht und verbreiten ein feines Geräusch.

Fast alle der 32 Designer, welche für die Ausstellung ausgewählt wurden, realisieren Produkte mit traditionellen lokalen Materialien und Verarbeitungstechniken, verwenden also vor allem Bambus, Holz und Textilien, mit reichlich Dekoration. Einige haben an europäischen Hochschulen studiert und gewinnen internationale Designpreise. So zum Beispiel Gunjan Gupta, die nach einer Ausbildung am Saint Martins College in London in ihre Heimat zurückgekehrt ist und die Firma Wrap gegründet hat. Sie stellt Möbel her, deren Design zeitgemäss, jedoch von der Üppigkeit der traditionellen indischen Ästhetik beeinflusst ist.

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Der Sessel «Origami Throne» ist ein Entwurf von Gunjan Gupta, die in New Delhi eine Möbellinie aufgebaut hat.

Sahil Bagga & Sarthak Sengupta arbeiten im Duo in New Delhi, wo sie bunte, grosszügig geformte Einrichtungsgegenstände herstellen. Aufwändige handwerkliche Arbeitsprozesse und neu interpretierte Farben und Formen althergebrachter Objekte gehören zu ihrem Kennzeichen. Sie sind auf die Einrichtung von internationalen Hotels spezialisiert.

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Pouff «Katran Beetle» des Designerduos Sahil Bagga & Sarthak Sengupta. Der Überzug ist aus gerstrickten Stoffresten gefertigt.

Zu Vikram Dinubhai Panchal’s erfolgreichsten Kreationen gehört das 2012 in New York mit dem Designpreis Core77 ausgezeichnete Tragsystem «Load Carrier For Labor», aus Schilfrohr, welches das Transportieren von Gegenständen auf ergonomisch korrekte Weise erlaubt. Das Modell ist multifunktional und kann für das Tragen von Dingen auf dem Rücken und auf dem Kopf sowie als Kofferkuli eingesetzt werden.

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Das Tragsystem «Load Carrier For Labor» von Vikram Dinubhai Panchal kann auf drei Arten gebraucht werden und hilft, Gewichte mühelos zu transportieren.

Ein interessantes Beispiel für indisches Design mit globaler Ausstrahlung sind die gut gestylten Einwegteller «Hampi», aus den Blättern der Areca-Palme hergestellt. Sie finden sich auch in einigen Schweizer Supermärkten. Eine geniale Idee und eine ökologische Alternative zum Plastikgeschirr: Die Palmenblätter werden ohne Beihilfe von Chemie, einzig mit Zufuhr von Hitze, in die Form gepresst und können nach Gebrauch kompostiert werden.

New India Designscape, Triennale Mailand, bis 24. Februar 2013.

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lights camera – hindi films on youtube

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Originally posted on January 5, 2013 by Sourav Roy on http://souravroy.com, a critical but highly inspiring blog about daily life in India – thanks a lot!

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For a moment let’s forget world cinema. Let’s forget Satyajit Ray, Ritwik Ghatak and John Abraham. Let’s also forget about the early Hindi cinema which belonged to the likes of Guru Dutt, Raj Kapoor, Bimal Roy and V Shantaram. Any serious film viewer will ask – “what remains to be watched?” Well, my friend, the answer is there on YouTube.

YouTube has a wonderful (if not exhaustive) collection of some of the most amazing Hindi films of the parallel film era (late 60′s till date). Although I wish it had more of Mani Kaul, Kumar Shahani and Saeed Akhtar Mirza in it. Here is a small list I could come up with for myself and fellow viewers –

Shyam Benegal

Anand Patwardhan

Mani Kaul

Sai Paranjpye

Ketan Mehta

Basu Chatterjee

Govind Nihlani

Goutam Ghose

Vidhu Vinod Chopra

Mahesh Bhatt

Others

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Proteste in Indien

Proteste in Indien
3.1.2013, 18:36 Uhr
Wut tritt an Stelle der Angst

Die Vergewaltigung einer jungen Frau hat in Indien eine Debatte ausgelöst, die längst überfällig war. Von Suzanne Moore

Lautstark protestieren in Indien jetzt auch Frauen, die bisher die Gewalt still ertragen haben. (Bild: Reuters/Vivek Prakash)
Als ich vor dreissig Jahren zum ersten Mal in Delhi war, wohnte ich dort in einer schäbigen Absteige. Die ganze Nacht klopften Männer an meine Tür, die zwei Dinge wollten: Sex und Johnnie Walker. Ich verbarrikadierte mich in meinem Zimmer und holte mein Schweizer Sackmesser und meine Hutnadel raus. Letztere erwies sich vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln als äusserst nützlich.

Trotzdem verliebte ich mich in Indien, denn es ist nicht ein Land, sondern viele. Und auch wenn ich seither immer wieder dorthin gereist bin, weiss ich, dass ich nur an der Oberfläche kratzen könnte, selbst wenn ich mein ganzes Leben hier verbrächte. Ich bin hier Touristin, da mache ich mir nichts vor. Gerade mache ich mit meiner Familie Ferien in Goa, wo Westler und wohlhabende Inder an schönen Stränden das Leben geniessen. Sie wollen hier feiern, Erdbeer-Mojitos trinken, tanzen.

Ich aber kann nicht aufhören, die Nachrichten zu verfolgen. Es ist etwas im Gange, das wichtiger ist, als der neuste Trance-Mix. So etwas, wie den Ausbruch des Zorns, nachdem eine junge Frau – «Damini» genannt – in einem Bus von sechs Männern vergewaltigt wurde und dann starb, habe ich in Indien noch nie erlebt. Diese Wut hat lange auf sich warten lassen. Doch nun finden nicht nur im Zentrum Delhis Demonstrationen und Mahnwachen statt, sondern überall von Kalkutta bis Panjim. Dieses eine Mal sind Norden und Süden vereint. Rapper aus dem Kaschmir machen Musik, um die Frauen von Delhi zu unterstützen.

Die Statistiken sind nicht neu, aber sie sind so unübersehbar, wie die Familien, Männer, Frauen und Kinder, die jetzt demonstrieren. Im vergangenen Jahr gab es in Delhi 635 gemeldete Vergewaltigungen und eine Verurteilung. An Orten wie Karnataka ist es schlimmer, aber Delhi rühmt sich eben damit, das moderne Indien zu sein. Jason Burke, der Indienkorrespondent des «Guardian», hat zutreffend geschrieben, in dieser eigentümlich indischen Gemengelage aus Wut, Sentimentalität und Verleugnung prallten neu und alt aufeinander.

Es geht nicht um Sex
Am neuen, modernen Technikland, als das Indien sich gerne verkaufen will, haftet der Makel seines Verhältnisses zu Frauen. Ich schaute gerade die Nachrichten, als «Braveheart» – so lautet einer der abscheulichen Namen, die dem Opfer gegeben wurden – nach Singapur geflogen wurde. Warum? Aus dem Augen, aus dem Sinn? In Indien gibt es einige der besten Krankenhäuser der Welt. In Städten wie Chennai kann man kaum einen Fuss vor den anderen setzen, so viele Europäer kommen dorther, um sich eine neue Hüfte oder ein neues Knie einsetzen zu lassen. Wer verlegt eine Patientin mit Organversagen, Hirnverletzungen und Infektionen, die schon einen Herzstillstand hatte? Junge Männer riefen bei Nachrichtensendern an und boten an, ihren Darm zu spenden – der des Opfers musste aufgrund der Verletzungen, die ihr mit einer Eisenstange zugefügt wurden, entfernt werden.

Die Krux – über die viele nicht zu reden bereit sind – ist, dass es bei Vergewaltigung nicht um Sex geht. Es geht um Macht. Um Folter. Um Brutalität. Am 30. Dezember gab es wieder einen Übergriff auf eine junge Frau, wieder in einem Bus. In der vergangenen Woche starb in Gujarat ein zweijähriges Mädchen nach einer Vergewaltigung, während ein weiteres Opfer einer Gruppenvergewaltigung Selbstmord beging. Sie war vor die Entscheidung gestellt worden, die Anklage fallen zu lassen oder einen ihrer Angreifer zu heiraten.

Für die «Unberührbaren» Alltag
Arundhati Roy hat thematisiert, wie die indische Armee Vergewaltigungen in Kaschmir und Manipur als Kriegswaffe einsetzt. Auch die Polizei und die obere Kaste tun dies. Es wurde Überraschung darüber bekundet, dass Damini keine Dalit, keine Unberührbare war. Für die sind Vergewaltigungen Alltag. Wo es keine Toiletten gibt, werden Frauen im Wald vergewaltigt.

Nun aber stellt sich heraus, dass auch die Frauen der Mittelschicht nicht sicher sind. Sie gehen nach Sonnenuntergang nicht mehr aus. Eine sagte mir, Indien sei schlimmer als Saudi Arabien. Der Polizei vertraut niemand. Manchmal müssen vergewaltigte Frauen einen «Fingertest» über sich ergehen lassen, bei dem ein Arzt feststellt, ob ihre Vagina «an Geschlechtsverkehr gewöhnt» ist. Die normalen Frauen hier sind wütend. Sie tragen Plakate, auf denen steht «Tötet die Gräueltäter» oder «Foltert sie zu Tode». Ermutigend ist hingegen, im TV junge, artikulierte Frauen zu sehen, die ein Gespräch führen, das längst überfällig war.

Die Reaktion der Politik war fürchterlich, Sonia Gandhis Rede an die Nation vollkommen unangemessen. Einige weibliche Politiker sagen, Frauen, die vergewaltigt würden, seien wegen ihrer «Abenteuerlust» selber schuld. Der Sohn des Präsidenten bezeichnete die Demonstrantinnen als «angeknackst» und «aufgetakelt». Als verrückt und bedeutungslos wurden solche Stellungnahmen der politischen Klasse kritisiert.

Daminis Leiche wurde aus Singapur zurück gebracht und eingeäschert – nachts, unter erheblichen Sicherheitsmassnahmen, um weitere Proteste zu verhindern. Sie wurde nicht, wie es der Brauch ist, in ihr Dorf überführt. Ihre Mutter erlitt einen Zusammenbruch.

Politiker fürchten eine «rosa Revolution»
Die junge Frau hiess in Wirklichkeit gar nicht Damini. Ihre Identität ist weiterhin unbekannt. Vergewaltigt zu werden ist immerhin eine Schande. Damini ist ein Wort aus dem Sanskrit. Es heisst Blitz. Und es ist der Name der Heldin eines bekannten indischen Films, die sich weigert, zuzulassen, dass ein Vergewaltiger der Gerechtigkeit entkommt. Mehrere grosse Bollywood-Stars haben ihr Entsetzen zum Ausdruck gebracht. Trotzdem kommt ein Bollywood-Film nach dem anderen heraus, in dem eine Frau im Namen der Romantik in die Unterwerfung getrieben wird.

Am meisten ängstigt einen Teil der Politiker, dass die jungen, gebildeten Menschen, die jetzt einen Wandel verlangen, sie an den Arabischen Frühling erinnern. Sie fürchten die, wie sie es nennen, «rosa Revolution». Wenn Leute sagen, Feminismus sei ein Zeitvertreib für einige wenige weisse Mittelschichtsfrauen im Westen, die sich den Kopf darüber zerbrechen, ob sie Lippenstift tragen sollen oder nicht, wünschte ich, sie könnten diese zornigen Männer und Frauen sehen, die fordern, dass Frauen in Sicherheit leben können und die aussprechen, dass Vergewaltigung immer eine Waffe ist, mit der Frauen in Angst gehalten werden sollen.

Wo ist die vielgepriesene Modernität?
Etwas geschieht in Indien – die Wut tritt an die Stelle der Angst. Der Damm ist gebrochen. Die Politiker wollen eine Law-and-Order-Debatte führen, in der radikalen geht es aber darum, wie die Kultur selbst sich verändern liesse. Und weil wir von Indien sprechen, geht es um eine Vielzahl von Kulturen. Irgendwie jedoch unterzieht sich dieses Land – durch den Schock und das Trauma hindurch – selbst einer Prüfung. Und seine vielgepriesene Modernität wirkt dabei gar nicht mehr so modern.

Das neue Indien kann nur geboren werden, wenn die Frauen das Recht auf Freiheit, Sicherheit und Gleichheit erhalten. Manch einer hat das vielleicht schon immer gewusst. Ich weiss nur, dass nun sehr viel mehr Inder es wissen. Politisch ist vom «höchsten Opfer der jungen, mutigen Tochter Indiens» die Rede. Diese Frau hat den Tod nicht gewählt. Sie wurde ermordet. Das empört diejenigen, die bei Nacht Mahnwachen halten. Es empört mich. Es kann nicht ausgeflogen, stillgeschwiegen oder zu Asche verbrannt werden. Es lodert. Und es wird weiter brennen.

Copyright: Guardian News & Media Ltd 2013: Übersetzung: Zilla Hofman

Suzanne Moore, Jahrgang 1958, ist eine britische Journalistin. Im Verlaufe ihrer Karriere schrieb sie für verschiedene englische Zeitungen wie «Mail on Sunday», «Independent», «The Guardian», und den «New Statesman».

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